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Leselust Offline



Beiträge: 2.098

30.06.2006 20:14
RE: Josef Roth (1894-1939) antworten

Auch wenn Roth zeitlich nur noch so gerade eben auf diese Homepage paßt, ist er mir zu bedeutend, ihn außen vor zu lassen. Ein klarsichtiger Journalist und warmherziger Schriftsteller mit virtuosem Sprachgebrauch, schrieb er Essays ebenso wie Romane und Novellen. Die Legende vom heiligen Trinker ist die eindrucksvolle Beschreibung eines Säufers - man merkt, daß Roth wußte, wovon er schrieb (er war schwer alkoholkrank). Der Roman Radetzkymarsch ist ein Abgesang auf die Donaumonarchie, die traurige Geschichte eines jungen Mannes, der an Monarchie und Militär glaubt. Hiob - Roman eines einfachen Mannes schildert das scheiternde Leben eines armen Juden. Das wunderbar versöhnliche Ende nimmt der Geschichte nicht ihren Ernst - und zugleich, wie immer bei Roth, wird noch der brutalste Ernst mit feinem sprachlichen Humor geschildert.
Roth hat in seinem kurzen Leben sehr viel und sehr Verschiedenartiges geschrieben - immer in seinem unverwechselbaren Stil, immer sehr lesenswert.

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