Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden  
logo
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 579 mal aufgerufen
 Hier wird vorgestellt und besprochen:
Consus Offline




Beiträge: 49

21.03.2008 09:45
RE: Goethe, Faust I antworten

Goethes Faust I vor 200 Jahren, Ostern 1808, erschienen.

Faust (allein).

[...]
Hier ist ein Saft, der eilig trunken macht;
Mit brauner Flut erfüllt er deine Höhle.
Den ich bereit, den ich wähle,
"Der letzte Trunk sei nun, mit ganzer Seele,
Als festlich hoher Gruß, dem Morgen zugebracht!

(Er setzt die Schale an den Mund.)

Glockenklang und Chorgesang.

Chor der Engel:

Christ ist erstanden!
Freude dem Sterblichen,
Den die verderblichen,
Schleichenden, erblichen
Mängel unwanden.

Faust:

Welch tiefes Summen, welch heller Ton
Zieht mit Gewalt das Glas von meinem Munde?
Verkündiget ihr dumpfen Glocken schon
Des Osterfestes erste Feierstunde?
Ihr Chöre, singt ihr schon den tröstlichen Gesang,
Der einst, um Grabes Nacht, von Engelslippen klang,
Gewißheit einem neuen Bunde?

[ Editiert von Consus am 26.05.08 10:15 ]

mande ( gelöscht )
Beiträge:

26.10.2008 18:18
#2 RE: Goethe, Faust I antworten

Herder liess einmal die Bemerkung fallen:
"Goethe ist unser ´deutscher Shakespeare´ inbezug auf die Dramen und ins besondere auf den ´Faust´.
Goethe winkte ab. Erstens war er Goethe und zweitens, er wusste um seine Qualität als Dramatiker. Neben dem Goetz und dem Faust, sind seine Dramen, vielleicht mit Recht, kaum auf den Bühnen zu sehen. Von Shakespeare können noch heute die Bühnen leben.
Shakespeares Werke sind Dramen, sind ´Spectakel´. Und war ein Werk fertig, er begann ein neues.
Goethes ´Faust´ ist eine ´Auseinandersetzung´! Mit seiner ´weiten Umgebung´, fast die ganze Welt umspannend und vor allem, mit sich selbst!
Wäre Goethe anstatt 83 Jahre 168 Jahre geworden, der Faust hätte die doppelte Seitennzahl.
Eine schöne Auseinandersetzung, es wäre, herauszufinden, was ´Hamlet´ und ´Faust´ gemeinsam haben; was sie trennt.

Dies ist nur ein kleiner Gedankenfunke, der wohl nicht erhellt und bestimmt wieder schnell verlischt. Dennoch, als Goethefreund-, und Liebhaber, nicht als Kenner! ich war so mutig!

Mit Grüssen,
Manfred

 Sprung  
Xobor Forum Software ©Xobor.de | Forum erstellen